Trauerrede für D.Schott

Das Leben ist nicht fair

Liebe Birgit, lieber Steve, liebe Janine, lieber Benjamin, lieber Dominik,

lieber Bruder Günter und Harald, liebe Trauergemeinde, 

 

ich weiß, was schmerzlicher Verlust mit uns Menschen macht: hilflos, fassungslos, schlaflos, aber auch suchend, das Licht am Ende des Tunnels suchend.

Immer und immer wieder beschwor ich die die Beethovenschen Worte:

“Ich werde dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederzwingen soll es mich nicht“

Uns tröstet, wie viele Menschen unsere lieben Verstorbenen achteten und wertschätzten. In schlaflosen Nächten kommen die Erinnerungen, Mosaiksteinchen unseres gemeinsamen Lebens. Sie geben uns Kraft.

Lieber Dietmar, als du ein Baby warst, fuhr ich dich im Kinderwagen durch unser Dorf, dein Moßbach, spazieren.

Und als gestandener Mann warst du mir im Sportverein, in unserer Gemeinde ein stets zuverlässiger, vorwärtsdrängender, unverzichtbarer Partner, mit dem ich durch Dick und Dünn gehen konnte. Viele, viele Jahre, bis zu deinem so plötzlichen Tod, der mich tief erschütterte. Was haben wir alles gemeinsam bedacht, gemacht, erkämpft und was hatten wir noch für Visionen. Du hast sichtbare Spuren hinterlassen, die davon erzählten, was du mit uns gemeinsam geleistet hast, das Funktionieren eines Top-Vereins, einen Top-Sportplatz, Top-Fußballmannschaften, ein Top-Sportlerheim, ein Ort für alle, ein Ort vieler Feiern und Zusammenkünfte, ein Klassevolleyballplatz. Du hast mitgekämpft um den Platz der Generationen, um den Kindergarten, Straßen, Plätze, Wege, Brücken und menschliche Beziehungen. Wir träumten von einem Jugendclub, Wohnungen für junge Leute. Der Traum wurde Wirklichkeit.

Du hast mitgeplant, mitgekämpft. Auf dich konnten wir zählen. Nun übergeben wir unserer Jugend ihren Club, einen sehenswerten. Und du, der Mitinitiator kannst es nicht mehr erleben.

Auf dich konnten wir immer zählen, auch als es um die Gebietsreform ging. Vorausschauend hast du immer gehandelt, wo andere oft nur reden.

 

Als damals auf dem Sportplatz für die OTZ ein Porträt gezeichnet werden sollte, das Porträt eines besonderen Menschen, dein Lebenswerk geehrt wurde, ahnten wir nicht, dass es dein Todesjahr werden wird.

Du hast diese Ehrung verdient. Und nun bist du nicht mehr da, wo du immer warst, du kannst den neuen Jugendclub nicht mehr einweihen, die Zuschauertribüne auf dem Sportplatz nicht mehr erleben. Nun müssen wir unseren Weg allein gehen, Wir, der Gemeinderat, der Sportverein, deine Familie. Wir versprechen dir, wir halten zusammen, wir kämpfen weiter.

Wir setzen dein Werk fort.

Wir bieten deiner Familie unsere Unterstützung an.

Danke, dass es dich gab.

 

Gisela Krösel

Bürgermeisterin der Gemeinde Moßbach

Wir trauern um D.Schott

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